| Deutsche Zeitung für Rumänien vom 29.10.2010 Unter der Überschrift „Mit Pauken und Trompete“ schreibt Dr. Markus Fischer: In der vergangenen Woche stand ein Werk des deutschen Gegenwartskomponisten Siegfried Matthus im Mittelpunkt der Konzertreihe der Philharmonie ‚George Enescu‘. Das 1982 vollendete und 1983 in Berlin uraufgeführte Konzert für Trompete, Pauken und Orchester war im Bukarester Athenäum in rumänischer Erstaufführung zu hören. […] […] Das zwanzig Minuten dauernde Konzert […], das im voll besetzten Bukarester Athenäum dargeboten wurde, besteht aus fünf Sätzen, die nahtlos ineinander übergehen. […] Die Trompete eröffnet das Konzert mit einer Solokantilene, die von einem Intervall dominiert wird, das auch die anderen vier Sätze bestimmt: der None. In den rhapsodisch-deklamierenden Vortrag der Trompete stimmen dann die Blechbläser des großen Orchesters ein, bis die Reihe an den Pauker kommt, der als Solist seine sechs Pauken zum Klingen und Schwingen bringt. […] […] Die sechs halbkreisförmig aufgestellten Pauken wurden dabei selbst zu einem kleinen Orchester, das nebenbei durch Spezialeffekte wir etwa das Glissando der Pedalpauken verblüffte. […] […] Den zweiten Satz des Konzertes, „Adagio und Passacaglia“ eröffnen dann die Streicher mit sonoren und von Leidenschaft durchdrungenen Klängen, bis auch dieses Aufbäumen von den Soloinstrumenten jeweils wieder beschwichtigt und aufgelöst wird. Überhaupt schwelgt dieses Konzert niemals lange in vollen Orchesterklängen oder betäubenden Klangteppichen, sondern kehrt immer wieder zum behutsamen und intimen Zwiegespräch zwischen den Solisten und dem Orchester, genauer gesagt zwischen den Solisten und einzelnen Instrumenten oder Instrumentengruppen des Orchesters zurück, wie etwa der Harfe, den Holzbläsern, dem Xylophon oder dem Schlagwerk. […] Zu der neuen CD „Cool Rhythm“ - u.a. mit Matthus‘ Phantastischen Zauberträumen - schreibt Juliane E. Bally in der Zeitschrift Das Orchester (Ausgabe 10.10): „Haben Sie sich als Kind nicht schon einmal erträumt, durch Zaubereien einen Wunsch zu erfüllen?“, so beginnt Siegfried Matthus‘ kurze Zauber-Hör-Anleitung zu den ‚Phantastischen Zauberträumen‘, 2005 für das Philharmonische Orchester Kiel geschrieben. Die abwechslungsreiche Komposition mit dem Untertitel „Ein saxophonisches Märchen“ für Saxofonquartett und Orchester strotzt nur so vor musikalischer Fabulierlust. ‚Das Land Phantásien‘, eine Orchesterfantasie von 1995/96 nach der ‚Unendlichen Geschichte‘ von Michael Ende, liefert quasi den abenteuerlichen Nährboden für dieses Stück. In sieben Sätzen versammelt sich eine bunte, geistreiche Mischung aus Zaubersprüchen, Schlafliedchen, Ständchen und Besentänzen, die von den Musikern des Quartetts clair-obscur (Jan Schulte-Bunert, Maike Krullmann, Christoph Enzel, Kathi Wagner) ausdrucksstark zum Klingen gebracht werden. Die Saxofonisten reizen die Möglichkeiten ihrer Instrumente wirksam aus, und im Zusammenspiel mit der Neuen Philharmonie Westfalen unter Heiko Mathias Förster gelingt eine bildhafte und fein differenzierte Interpretation. Häufig sehen sich die vier Saxofonstimmen dem Schlagwerk in sämtlichen Schattierungen gegenüber. Klänge von hauchzart, fast flirrend hell bis hin zu dunklen, kraftvollen Donnerschlägen sind zu hören. Das mehrfach preisgekrönte Bläserquartett glänzt mit ausgewogenem Ensembleklang und der Farbenreichtum der Rohrblattinstrumente kann erstrahlen. Die programmatischen Titel der einzelnen Sätze lassen Musikern und Hörern gleichermaßen viel Raum zu individuellen Traumwanderungen und der Humor kommt dabei nie zu kurz. […] Sächsische Zeitung „Kultur“ vom 30.4.2010 Unter der Überschrift „Eine Nachtigall für alle“ schreibt Karsten Blüthgen: … „Sing, o Nachtigall“ heißt das A-cappella-Stück, das Siegfried Matthus auf Wunsch des Chores komponierte. […] Deren reizenden Part übernehmen jetzt Chorkinder.[…] Melodisch ist er, gut singbar für junge Kehlen, freundlich auch zu den Hörern. […] Kommende Woche werden sich 350 junge Sänger aus sieben Ländern in der Stadt zum dritten Internationalen Kinderchorfestival treffen. Nürnberger Nachrichten vom 15.3.2010 Unter der Überschrift „Wilde Besenritte und zarte Innigkeit für vier Saxophone“ schreibt Michael Sikora: …die siebensätzige Komposition von Siegfried Matthus, einem der Pioniere der modernen klassischen Musik in der DDR, die nicht nur von den Solisten Virtuosität verlangt, sondern auch vom Orchester Höchstleitungen fordert. Das im Jahr 2005 verfasste Werk „Ein saxophonisches Märchen für Saxophonquartett und Orchester“ ist keine Avantgarde, sondern vielmehr eine publikumswirksame Mischung aus Strawinsky, Bernstein und Ives. … …Der enorme Aufwand an Schlaginstrumenten hat zur Folge, dass es rattert und kracht, zirpt und kreischt und dass das Kino im Kopf dank der bildhaften Satztitel auf Hochtouren läuft. Natürlich trittjedes Mitglied des Raschèr Saxophon Quartetts auch solistisch in Erscheinung, aber es gibt keine führende Stimme, vielmehr scheinen sie demokratisch organisiert zu sein mit einem Klang wie der einer Orgel, die mit einem Streichquartett verschmilzt… …Auch bei Siegfried Matthus scheint kein Ende in Sicht. Als er auf die Bühne gebeten wird, sieht man ihm weder seine nahezu 600 Kompositionen noch seine demnächst 76 Jahre an. Wir freuen uns auf mehr. NZ Nürnberg Plus vom 15.3.2010 Unter der Überschrift „Besentanz mit Zauberstab“ schreibt Peter Löw: „Wilder Besentanz gegen die geistreichen Trottel, die arroganten Schönredner und die gefährlichen Dummköpfe“ nannte Siegfried Matthus den furiosen Finalsatz seines „Saxophonischen Märchens“, bei dem die Symphoniker, verstärkt durch ein Riesenaufgebot am Schlagzeug, durch mitreißende Genauigkeit glänzen. Auf insgesamt zehn Nummern verteilt sich diese Form ungewöhnlicher Hexerei, für die in vorderster Linie eine Dame und drei Herren des Raschèr Quartetts als gute Geister verantwortlich sind….…Mit großer Sympathie nimmt das Nürnberger Publikum diese unernste wie in der Instrumentierung sehr originelle Begegnung mit „Spukgestalten, tapferen Zauberern und Raufbolden“ auf und begrüßt freundlich den anwesenden Komponisten. Als Zugabe stimmt der umsichtig dirigierende Michael Helmrath noch einmal das anrührende „Schlaf- und Träumeliedchen“ an... Die AZ schreibt am 15.3.2010 Unter der Überschrift „Die Symphoniker punkteten mit Matthus Scharfer Besenritt nach Phantásien“: …Da geistern orientalische Rhythmen und Melodien durchs „sentimentale Ständchen“, dröhnt es in der „notwendigen Abrechnung mit ein paar bekannten Raufbolden“, als marschierten gleich mehrere Armeen gegeneinander auf, geht die Reise mit Drive ins sternstaubende „Phantásien“ und jagt der „Besenritt“ als gut gelaunter Jazzfuror durchs Orchester. Und durchs Raschèr Saxophon Quartett, das mal subtil, mal aufbrausend den Ton angibt und unter Michael Helmraths Leitung auch symbiotisch im Orchesterklang aufgeht. Am Ende herzlicher Applaus auch für den 75-jährigen Komponisten. .. Berliner Morgenpost vom 01.06.09 Unter der Überschrift: " Matthus schickt Sir Simon Rattle an die Pauken" schreibt Klaus Geitel: …eine bezaubernde Uraufführung: Das „Konzert für Fünf“, für Bläserquintett und Orchester von Siegfried Matthus … …als sechsten Solisten konnte man […] einen spielfreudigen Sir Simon Rattle bewundern- und dies ausgerechnet an den drei Pauken neben seinem Dirigentenpult. Er trat gewissermaßen mit den Paukenschlägeln die Komposition von Siegfried Matthus nachdrücklich los und beschloss sie, wiederum an der Pauke, mit einem entschlossenen Sprung vom Dirigentenpult: eine wirklich effektvolle, lustige Idee. An Ideen mangelt es Siegfried Matthus bekanntlich überhaupt nie…. … Immer aber schreibt Matthus Musik mit menschlichem Antlitz. Er ist nicht an Formalismen interessiert. Er pfeift auf alle musikwissenschaftliche Klugschnackerei. Er visiert einzig das Interesse der Musikliebhaber, und das gewinnt er ohne jede Anbiederei durch seine Lauterkeit, Einfallsfreude und Intelligenz. In der Philharmonie hieß man sein neuestes Werk herzlichst Willkommen. Neues Deutschland vom 02.06.09 Unter der Überschrift: " Ein virtuoser musikalischer Spaß" schreibt Liesel Markowski: Dass ein ostdeutscher Komponist heute und hier mit einer Uraufführung bedacht wird, gehört leider zu den Ausnahmen. Und dass diese Reverenz … einem vielseitig Erfahrenen und Bewährten galt, muss nachdrücklich begrüßt werden. …. Das traditionsreiche Modell konkurrierenden Musizierens bedeutet für ihn so etwas wie individueller Austausch, Kommunikation. Und darin hat sich der 75-Jährige ausgiebig kompositorisch umgetan. …Im Sinne des einstigen Meisterschülers von Hanns Eisler will Matthus „mit den technischen Errungenschaften heutiger Musik… Formulierungen… finden, die verstanden werden“. Es gelingt ihm mit seinem „Konzert für Fünf“ auf der Basis vorklassischer Strukturen, die er fantasievoll modern auszufüllen versteht.... … Besonders vergnüglich und überraschend der Beginn (zum Abschluss wiederholt): ein temperamentvolles Paukensolo, brillant geboten vom Dirigenten Simon Rattle. Vital dann die »Intrada«, gesteigert in rasendem Tempo und markanten Rhythmen. Kontrast dazu: die »Rhapsodia espressione« in bedachtsamen melodischen Linien und das »Scherzo leggiero«, prickelnd agil wie »Cadenza« und »Ciacona« (mit kleinen Extrakonzerten der Fünf unter einander oder mit dem Tutti). Alle mündend ins an den Beginn erinnernde Finale. Ein in sich geschlossenes Werk in faszinierend aktivem »Concertare« und blitzenden Klangfarben, auch die tieferen Varianten der Fünf (Altflöte, Bassklarinette, Englischhorn ) nutzend, in lockerem, oft jazzigem Gestus. Ein musikalischer Spaß, der beim Publikum (darunter viele junge Leute) glänzend ankam: begeisterter, sich steigender Beifall im vollbesetzten Saal. … Märkische Allgemeine Zeitung vom 30./31.05.09 Unter der Überschrift: " Sir Simon an den Pauken" schreibt Jana Mai: Die Pauken haben das erste und das letzte Wort in Siegfried Matthus‘ jüngstem Werk dem „Konzert für Fünf“ für Bläserquintett und Orchester. Im Auftrag der Berliner Philharmoniker entstanden, gab es am Donnerstag Abend die umjubelte Uraufführung in der Philharmonie. …Simon Rattle … setzte sich an die Pauken. Wer erinnert sich heute auf Anhieb, dass der weltweit gefragte Dirigent seine künstlerische Laufbahn am Schlagzeug begann? Matthus mit seinem feinen Gespür für Theatralik weiß das natürlich effektvoll auszunutzen. …es zwitschert und tiriliert wie wohl in den frühen Morgenstunden in Matthus‘ Stolzenhagener Wald im Barnimer Land… …Im langsamen Satz- einer Rhapsodia con espressione nehmen die Solisten die tieferliegenden Instrumente Altflöte, Bassklarinette und Englischhorn, dunkeltönig kommen die Streicher hinzu. Alsbald aber leitet ein Streicher-Pizzicato wieder temporeiches Spiel ein. Das ist dramaturgisch stimmig, hat ungeheuren Drive und bereitet sichtlich Vergnügen- den Musikern und dem Publikum gleichermaßen. …Bravos und stürmischer Applaus für alle. Rheinsberger Anzeiger vom 30./31.05.09 Unter der Überschrift: " Matthus stürmisch gefeiert" schreibt Irene Anders: Von den weltberühmten Berliner Philharmonikern einen Kompositionsauftrag zu erhalten, ist für einen Komponisten quasi ein Ritterschlag. Siegfried Matthus … widerfuhr diese Ehre nun schon zum zweiten Mal… ..Alle waren miteinander im Gespräch. Die Klarinette mit dem Kontrabass und später mit den Posaunen…Musiker und Publikum hatten sichtlich Freude an dieser Art Unterhaltung. Man hörte zu und hatte direkt eine imaginäre Szene vor Augen. Die Dramaturgie war perfekt und Matthus erwies sich erneut als Meister theateralischer Musik… …Für das wunderbare Konzert gab es stürmischen Applaus und viele Bravos. Saarbrücker Zeitung vom 13. 05. 2002 Unter der Überschrift: Verführerische Stimme" schreibt Peter Schroeder "Nichts bannt in der Musik so wie die menschliche Stimme. Das zeigte nicht zuletzt Siegfried Matthus, der künstlerische Leiter des SR-Festivals für neue Musik,... mehr Sächsische Zeitung vom 28.05.02 Unter der Überschrift: "Begeisternde Suche nach der verlorenen Melodie" schreibt Friedbert Streller: "Dass neue Werke sofort begeistert aufgenommen... mehr Neue Töne aus Phantasien Zum 70.Geburtstag beschenkt sich Siegfried Matthus mit der Uraufführung der „Unendlichen Geschichte “ (Klaus Geitel)... mehr Die Welt „In Trier üppig, in Weimar nachdenklich“ Oper „Unendliche Geschichte in aller Munde“... mehr Die Welt „Die Musik von Matthus ist gefällig im besten Sinn, ohne sich anzubiedern. Sie begleitet uns zuvorkommend durch die Abenteuer... mehr Der Tagesspiegel, Berlin „Wie immer ist bei Matthus eine sehr plastische Musik entstanden, die, zurückgreifend... mehr Frankfurter Rundschau „In seinen Kompositionen geht Mattus den Weg einer gemäßigten Moderne. Handwerklich brillant komponiert,... mehr Leipziger Volkszeitung „Siegfried Mattus schafft bei seiner neuen Oper die Gratwanderung zwischen Einfachheit und... mehr Mannheimer Morgen „...Die von Siegfried Matthus und seinem Librettisten Anton Perrey geschaffene Opernfassung der „Unendlichen Geschichte “ ist ein... mehr Westfalenpost „Unendliche Geschichte“ begeistert in Hagen .....Die Hagener Inszenierung der Oper ist ein bildgewaltiges, zauberhaftes Märchenspiel, das bei der Premiere ebenso wie der Komponist... mehr Märkische Allgemeine Zupackend und zaubertraumhaft Staatsorchester Frankfurt verwirklichte „Sinfonische Träume“ im Nikolaisaal Modern und doch hörerfreundlich, verständlich und äußerst bildhaft in seinen musikalischen Erfindungen das ist seit jeher das Marken- zeichen des Tonsetzers Siegfried Matthus. Auch in ... mehr |
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